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Alexis Renard, CEO von Maljet, schreibt in seinem Gastbeitrag auf dem Blog „Werbewoche“ über den Effekt von Farben im E-Mail-Marketing.
© goritza - Fotolia.com
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Die wichtigste Frage beim E-Mail-Marketing ist vor allem: Wie lässt sich der Leser am besten animieren? Hierzu hat Leslie Harrington, Executive Director der Color Assoziation of the United States die passende Antwort: “Wir reagieren auf verschiedenen Ebenen auf Farben. Es gibt soziale und kulturelle Ebenen, ebenso wie persönliche Beziehungen mit bestimmten Farben. Außerdem gibt es eine angeborene Reaktion auf Farben.“

Zunächst sollte man sich überlegen, welche Assoziation man zu seiner eigenen Marke hat, bevor man eine Farbauswahl trifft. Ausschlaggebend sind die Gefühle und Verbindungen die beim Empfänger ausgelöst werden sollen. 90 % der Entscheidungsgründe für ein Produkt können laut einer Studie der „Impact of Color in Marketing“ alleine auf die Farbe zurückgeführt werden. Ein Drang nach Aufmerksamkeit ist eine sogenannte „laute Farbe“, für die beispielsweise Rot steht, während Blau als ehrlich und loyal interpretiert wird. Obwohl sie meist bei Männern als Lieblingsfarbe genannt wird, ist blau eher eine sanfte, beruhigende Farbe. Optimismus und Vertrauen erweckt hingegen Orange. Meist wird es als sehr positiv assoziiert, da an sonnige Tage gedacht wird.

Festgelegte Farben finden wir auch im Straßenverkehr. Bei uns steht zum Beispiel Grün für „freie Fahrt“, während Rot für ein Warnsignal steht. Wie vordefinierte Farben verwendet werden können, um die Conversion Rate zu steigern, hat sich Hubspot mit Hilfe eines Experiments herausgefunden. Das Ergebnis zeigt, dass ein roter Call-to-Action-Button mehr Aufmerksamkeit auf sich zog, als ein grüner. Die Wirkung auf eine Farbe kann von verschiedenen Faktoren abhängig gemacht werden, wie zum Beispiel von der Laune des Kunden oder seinem Aufenthaltsort.

Ein weiterer Punkt für die Farbauswahl einer E-Mail-Kampagne ist das Geschlecht des Empfängers, da Männer und Frauen eine unterschiedliche Auffassungsgabe von bestimmten Farben haben. Kissmetrics hat gezeigt, dass Männer und Frauen gleiche Präferenzen in der Wahl von hellen und dunklen Farben haben. Allerdings bevorzugen Männer kräftige Farben mehr als die softeren Töne, welche die Frauen als schöner empfinden.

Als Fazit ist zu sagen, dass durch die Psychologie der Farbgebung ein Vorteil im E-Mail-Marketing geschaffen werden kann. Jedoch sollten bestimmte Fragen nicht so schnell außer Acht gelassen werden:

  • Wurden Farbkombinationen passend zur Produktmarke verwendet
  • Sind zu viele „laute Farben“ verwendet worden?
  • Welche Handlungsaufforderung ist für eine höhere Conversionrate geeignet?
  • Was soll die Nachricht, Farbwahl für ein Gemütszustand beim Leser erwecken?

Quelle: Blog Werbewoche

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