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Das Buchungsportal Booking.com verkündet Neuerungen beim Umgang mit den E-Mail-Adressen von Hotelgästen.
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Laut eines Berichtes der Branchenzeitung AHGZ möchte das Buchungsportal Booking.com in Zukunft die E-Mail-Adressen der Gäste nicht mehr an die Hoteliers weitergeben. Das Argument des Unternehmens für diesen Entschluss ist die damit verbundene Gewährleistung der Datensicherheit und -verschlüsselung, welcher wiederum einem höheren Identitätsschutz der Gäste und der Hoteliers dienen soll.

Aus Hotelier-Sicht ist es allerdings ein weiterer Schritt in die noch größer werdende Macht der Buchungsportale. Der Einblick in die E-Mail-Kommunikation zwischen Hotel und Gast sei ein Eingriff in die Privatsphäre vieler Gäste, die sich evtl. mit persönlichen Angelegenheiten und Wünschen an das Hotel wenden. Laut Peter Drechsler, Vorsitzender der DEHOGA Ostvorpommern und selbst leidenschaftlicher Hotelier, ist es ein neuer Manipulationsakt von Booking.com, der den Hoteliers aus deren Sicht als Fortschritt im Zeitalter der E-Mail-Kommunikation verkauft werden soll. Der sogenannte Fortschritt ist allerdings in Wahrheit eher ein Überwachungsmanöver. Durch die Umleitung des E-Mail-Verkehrs über die unternehmenseigenen Server kann das Portal den Schriftverkehr zwischen Hotel und Gast vollständig mitverfolgen. Dies sei, laut DEHOGA Vorsitzendem Peter Drechsler, selbst schon ein Verstoß gegen den Datenschutz.

Was dabei allerdings noch zu erwähnen ist, ist die Tatsache, dass andere Buchungsportale wie beispielsweise hrs.com es bereits seit längerer Zeit auf diese Weise handhaben. Die Hoteliers bekommen keine E-Mail-Adressen von Gästen übermittelt, die über hrs.com buchen. Die einzige Möglichkeit für den Hotelier vor der Anreise Kontakt mit seinem Gast aufzunehmen ist über das Serviceportal von HRS.

Somit steht das Buchungsportal dominant als Mittler zwischen Gast und Hotelier und verschafft sich somit wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse der Gäste. Die Abhängigkeit der Hotels von den Buchungsportalen wird durch Regelungen wie diese weiter verstärkt und verdeutlicht gleichzeitig die steigende Notwendigkeit vom professionellen Hotel-Newsletter-Marketing zur Bestandskundenpflege und zur Steigerung von Direktbuchungen.

Quelle: AHGZ

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